Dienstag, 16. Oktober 2012

Herbstgedanken


Nebel im Herbst

Bei schwacher Sicht fährt der routinierte Autofahrer langsamer. Manche Steine werden zu Berge, Bäche zu reißende Flüsse. Es fehlt  an Weitsicht.

Während die Charts vieler Märkte (DAX, EUR/Dollar, Bund Future etc.) eher wie zackige Gartenzäune aussehen betrachten sich viele „Investoren“ eher die kurzfristige Bewegungen. Sollte ein Bär oder Bulle über den Zaun blicken  rufen viele „hier ist ein Trend…“ und meinen den Ausbruch aus dem Seitwärtsband erkannt zu haben. Aber bald ist das Tier wieder verschwunden  und die Positionierung wird wieder verkauft oder eingedeckt. Und das kostet Geld. Aua.

Könnten Nebelscheinwerfer helfen? Nicht wirklich, denn mehr Sicht gibt es da auch nicht. Man wird besser gesehen und kann damit mehr Verkehrsteilnehmer mitreißen. (Warren Buffet wollte auch den Universitäten Geld zur Verbreitung des Irrtums der Standardabweichung geben…)

Also freuen wir uns über den Navi „MokosH“:  Über fast alle Märkte kann man nur die Nebelsituation aussprechen. Es ist derzeit nicht die Phase der großen Trends und aggressiven Positionierung. Vielleicht aber fürs  Gold könnte man ja mal bearish sein:

 

Das Signal kam am 15.10.2012. Eilig ist ein Investment nicht so sehr, da die kurzfristigen Indikatoren doch sehr überverkauft sind.

Das Bund Future Modell ist nun „short“. Aber auch hier ist wohl nicht mit einer großen Bewegung zu rechnen.

 

Nebel im Leben

Es ist in dieser Generation schwer sich zu orientieren. Was zählt? Was hat morgen noch Bestand? Peergroup Vergleiche – als Ersatz für Religionen, Traditionen -  gibt es nicht nur im Investment Banking sondern auch im täglichen Leben. Der berühmte Werbespot „mein Haus, mein Pferd, mein Boot…“ ist doch Realität.

Für mich ist es zu kurz gedacht bzw. Freude mit Spaß verwechselt.

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