Nebel im Herbst
Bei schwacher Sicht fährt der routinierte Autofahrer
langsamer. Manche Steine werden zu Berge, Bäche zu reißende Flüsse. Es fehlt an Weitsicht.
Während die Charts vieler Märkte (DAX, EUR/Dollar, Bund
Future etc.) eher wie zackige Gartenzäune aussehen betrachten sich viele
„Investoren“ eher die kurzfristige Bewegungen. Sollte ein Bär oder Bulle über
den Zaun blicken rufen viele „hier ist
ein Trend…“ und meinen den Ausbruch aus dem Seitwärtsband erkannt zu haben.
Aber bald ist das Tier wieder verschwunden und die Positionierung wird wieder verkauft
oder eingedeckt. Und das kostet Geld. Aua.
Könnten Nebelscheinwerfer helfen? Nicht wirklich, denn mehr
Sicht gibt es da auch nicht. Man wird besser gesehen und kann damit mehr
Verkehrsteilnehmer mitreißen. (Warren Buffet wollte auch den Universitäten Geld
zur Verbreitung des Irrtums der Standardabweichung geben…)
Also freuen wir uns über den Navi „MokosH“: Über fast alle Märkte kann man nur die
Nebelsituation aussprechen. Es ist derzeit nicht die Phase der großen Trends
und aggressiven Positionierung. Vielleicht aber fürs Gold könnte man ja mal bearish sein:
Das Signal kam am 15.10.2012. Eilig ist ein Investment nicht
so sehr, da die kurzfristigen Indikatoren doch sehr überverkauft sind.
Das Bund Future Modell ist nun „short“. Aber auch hier ist
wohl nicht mit einer großen Bewegung zu rechnen.
Nebel im Leben
Es ist in dieser Generation schwer sich zu orientieren. Was
zählt? Was hat morgen noch Bestand? Peergroup Vergleiche – als Ersatz für Religionen,
Traditionen - gibt es nicht nur im
Investment Banking sondern auch im täglichen Leben. Der berühmte Werbespot
„mein Haus, mein Pferd, mein Boot…“ ist doch Realität.
Für mich ist es zu kurz gedacht bzw. Freude mit Spaß
verwechselt.


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